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11.05.2026
14:32 Uhr

Berlin kuscht, Washington diktiert: Wie die Bundesregierung deutsche Unternehmen im Stich lässt

Es ist ein diplomatisches Trauerspiel, das sich auf der Bundespressekonferenz Anfang Mai 2026 abgespielt hat – und es offenbart einmal mehr die ganze Hilflosigkeit, mit der Berlin auf die Machtpolitik Washingtons reagiert. Während US-Präsident Donald Trump am 1. Mai – ausgerechnet am Internationalen Tag der Arbeit – per Executive Order die extraterritorialen Sanktionen gegen Kuba so massiv ausweitete, dass künftig nahezu jedes deutsche Unternehmen in den Sektoren Energie, Verteidigung, Bergbau, Finanzdienstleistungen und Sicherheit ins Visier des US-Finanzministeriums geraten kann, übt sich die Bundesregierung in der Disziplin, die sie offenbar am besten beherrscht: schweigen, ausweichen, wegducken.

Eine Sprachregelung als Bankrotterklärung

Auf die Frage, wie Berlin diese drastische Sanktionsverschärfung bewerte, antwortete der Sprecher des Auswärtigen Amtes lapidar, die amerikanische Sanktionspolitik sei Sache der amerikanischen Regierung – er werde das nicht kommentieren. Punkt. Diese Sprachakrobatik ist bemerkenswert, denn sie steht in einem geradezu grotesken Widerspruch zur offiziellen Linie der Bundesrepublik. Seit 2002 stimmt Deutschland Jahr für Jahr in der UN-Vollversammlung für die Aufhebung des US-Embargos – zuletzt im Oktober 2025 mit einer überwältigenden Mehrheit von 187 zu 2 Stimmen. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages stuft die völkerrechtliche Legitimität der US-Maßnahmen ausdrücklich als „international umstritten" ein. Doch sobald es konkret wird, sobald deutsche Interessen tatsächlich zu verteidigen wären, herrscht in Berlin eisiges Schweigen.

Das EU-Schutzschwert verstaubt in der Schublade

Besonders pikant: Brüssel hätte längst ein scharfes Schwert in der Hand. Die sogenannte Blocking Regulation 2271/96 wurde eigens dafür geschaffen, europäische Unternehmen vor extraterritorialen Sanktionen aus Drittstaaten zu schützen. Doch das Instrument verstaubt seit Jahrzehnten in den Brüsseler Schreibtischschubladen. Ob die Bundesregierung sich auf EU-Ebene für dessen Aktivierung einsetze? Auch hier lautet die Antwort: Man wolle internen Debatten nicht vorgreifen. Eine Floskel, die nichts anderes bedeutet als: Wir tun nichts.

Peking zeigt, wie es geht

Wie ein politischer Akteur, der seine eigenen Bürger und Unternehmen wirklich ernst nimmt, vorgeht, demonstriert ausgerechnet die Volksrepublik China. Als Washington gegen chinesische Raffinerien vorging, aktivierte Peking erstmals seine eigenen Blocking-Regularien. Das Handelsministerium MOFCOM erklärte mit unmissverständlicher Schärfe, US-Sanktionen dürften „nicht anerkannt, nicht durchgesetzt, nicht befolgt werden". Wer einer chinesischen Firma aufgrund amerikanischer Vorgaben den Geschäftsverkehr verweigere, riskiere selbst Klagen, Bußgelder und die Aufnahme in eine „Malicious Entity List". Eine klare Ansage, eine rote Linie, ein Schutzwall um die eigene Wirtschaft. Man muss die chinesische Politik wahrlich nicht in allen Punkten gutheißen, doch in dieser Frage führt Peking der EU vor Augen, was es bedeutet, die Interessen der eigenen Wirtschaft mit Nachdruck zu vertreten.

Milliardenschäden für deutsche Unternehmen

Was das Berliner Schweigen konkret kostet, lässt sich an einer langen Liste von Strafzahlungen ablesen, die einem die Sprache verschlägt. Die französische BNP Paribas musste 2014 die Rekordsumme von zehn Milliarden US-Dollar abdrücken. Die Commerzbank, an der der deutsche Staat damals 15 Prozent hielt, wurde mit 1,71 Milliarden US-Dollar zur Kasse gebeten. Crédit Agricole zahlte 787 Millionen, Société Générale 1,34 Milliarden, UniCredit 1,3 Milliarden US-Dollar. Selbst harmlose Spendentransfers deutscher Solidaritätsvereine für Hurrikan-Hilfe wurden von Banken wie der Postbank unter Verweis auf die US-Blockade kurzerhand blockiert.

Auch die deutsche Industrie blutet: Die Westfalen AG musste 2022 die Lieferung eines medizinischen Kapnographiemonitors absagen. Die Bayer AG kündigte nach Fusion mit einem US-Konsortium ihren Großvertrag über Tierarzneimittel auf. Die Brüel & Kjær Vibro GmbH beendete die Zusammenarbeit mit dem kubanischen Energieversorger. Die neue Sanktionsrunde vom 1. Mai 2026 dürfte diese Liste erheblich verlängern – und zwar gerade um jene Unternehmen, die ihre Kuba-Geschäfte bislang sorgfältig vom US-Markt getrennt hatten.

„Keine Hilfsmaßnahmen" – die entwaffnende Ehrlichkeit Berlins

Bereits im Juli 2025 hatte ein Journalist die Bundesregierung gefragt, welche konkreten Hilfsmaßnahmen sie deutschen Unternehmen, Banken und Vereinen anbiete, die unter den US-Sanktionen leiden. Die Antwort des Regierungssprechers fiel von geradezu erfrischender Ehrlichkeit aus: „Die Bundesregierung hat keine Hilfsmaßnahmen, was das angeht." Auf die Nachfrage, ob man das einfach so geschehen lasse, hieß es: „Ich glaube, das ist jetzt hinreichend beantwortet." Das Auswärtige Amt versprach, sich zu melden – eine Antwort steht bis heute aus.

Während China seine Unternehmen aktiv schützt und selbst Mexiko unter Druck offen protestiert, beschränkt sich Berlin auf rhetorische Folklore in New York – und tut zu Hause exakt das Gegenteil: nichts.

Souveränität als Sonntagsrede

Die Diskrepanz zwischen vollmundigem Bekenntnis und kläglicher Praxis ist mehr als nur ein diplomatisches Stilproblem. Sie ist Ausdruck einer fundamentalen Unfähigkeit – oder Unwilligkeit – deutscher Außenpolitik, die eigenen wirtschaftlichen Interessen mit jenem Selbstbewusstsein zu vertreten, das andere Mächte längst selbstverständlich an den Tag legen. Eine Bundesregierung, die ihre vielbeschworene Souveränität ernst nähme, müsste hier handeln. Sie müsste in Brüssel auf die Aktivierung der Blocking Regulation drängen. Sie müsste Schutzmechanismen für betroffene Unternehmen schaffen. Sie müsste in Washington klare Kante zeigen. Stattdessen erleben wir ein zaghaftes Wegducken, das die deutsche Wirtschaft den Launen einer fremden Behörde ausliefert.

Es ist symptomatisch: Während die deutsche Politik bei innenpolitischen Bagatellen mit moralischem Furor agiert, fehlt ihr außenpolitisch jeder Mumm, wenn es darauf ankommt. Die deutsche Geschäftsfreiheit wird de facto vom Office of Foreign Assets Control in Washington diktiert – und Berlin nickt brav. Das ist nicht Diplomatie, das ist Unterwerfung mit Krawatte.

Was bleibt, ist Vermögenssicherung in eigener Hand

Wenn deutsche Unternehmen sich auf die Schutzhand ihrer eigenen Regierung nicht mehr verlassen können, wenn selbst gestandene Konzerne Milliardenstrafen drohen, weil Washington es so will, dann zeigt dies einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen unabhängig von politischen Launen und geopolitischen Verwerfungen zu sichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie sich der Kontrolle von Sanktionsbehörden, Banken und politischen Akteuren weitgehend entziehen. Wer sein Vermögen breit streut und einen sinnvollen Anteil in physischen Edelmetallen hält, schafft sich einen Anker in einer Welt, in der die eigene Regierung offenbar weder willens noch in der Lage ist, die wirtschaftlichen Interessen ihrer Bürger zu verteidigen.

Hinweis: Dieser Artikel gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen. Für Anlageentscheidungen ist jeder selbst verantwortlich. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung der hier dargestellten Informationen entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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