Kostenlose Beratung
07930-2699
150.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
12.05.2026
13:36 Uhr

Bittsteller im Reich der Mitte: Wie Trump in Peking die Karten aus der Hand gibt

Der mächtigste Mann der westlichen Welt reist nach Peking – und kommt dort als Bittsteller an. Was sich derzeit in der chinesischen Hauptstadt anbahnt, ist mehr als nur ein weiteres diplomatisches Treffen zwischen den beiden Supermächten. Es ist eine Machtdemonstration, die Xi Jinping kaum besser hätte inszenieren können. Donald Trump, der einst mit dem Versprechen angetreten war, China in die Schranken zu weisen, sitzt nun mit erstaunlich leeren Händen am Verhandlungstisch.

Ein Präsident im Strudel der Krisen

Die Ausgangslage des US-Präsidenten ist alles andere als komfortabel. Aktuelle Umfragen des Economist und von YouGov zeichnen ein düsteres Bild: Lediglich 36 Prozent der Amerikaner stehen noch hinter ihrem Präsidenten, satte 58 Prozent lehnen seine Politik ab. Unter unabhängigen Wählern – jener Gruppe, die bei den anstehenden Midterms das Zünglein an der Waage spielen dürfte – ist seine Nettozustimmung binnen eines Jahres um 18 Punkte regelrecht eingebrochen.

Hinzu kommt der Iran-Krieg, der die amerikanische Militärmaschinerie in der Straße von Hormus bindet. Trump selbst räumte kürzlich ein, die Waffenruhe hänge "am Tropf einer massiven lebenserhaltenden Maschinerie". Genau dieser Krieg, den Washington selbst angezettelt hat, wird nun zur Schwachstelle gegenüber Peking.

Xi spielt auf Zeit – und das mit kalkulierter Gelassenheit

Während Trump unter dem Druck eines Wahlkalenders steht, kennt Xi Jinping derlei Sorgen nicht. Keine freien Wahlen, keine kritische Presse, keine quengelnden Koalitionspartner, die ihm in den Rücken fallen könnten. In der Diplomatie ist Warten Macht – und Xi hat alle Zeit der Welt.

Peking hat die Schwäche des Gegenübers registriert und reagiert mit kühler Berechnung. Lautstarke Rhetorik gegen amerikanische Interventionen, doch keine Überschreitung roter Linien. Waffen an den Iran? Fehlanzeige. Maximaler Druck im Indopazifik? Kommt nicht. Der Grund ist simpel: Peking spart seine Munition für die wirklich großen Verhandlungen auf. Allen voran für Taiwan.

Die Straße von Hormus als Hebel

Rund die Hälfte der chinesischen Rohölimporte passiert die strategisch entscheidende Meerenge. Etwa ein Fünftel des chinesischen Bruttoinlandsprodukts hängt am Export. Eine länger anhaltende Blockade würde auch Peking schmerzen – doch nicht annähernd so sehr wie Washington. Der Internationale Währungsfonds warnte bereits im April vor einer globalen Rezession als möglicher Folge des Iran-Krieges. Eine Entwicklung, die einmal mehr zeigt, warum krisensichere Anlagen wie physisches Gold und Silber gerade in derart turbulenten Zeiten ihren festen Platz in jedem soliden Vermögensportfolio verdienen.

US-Finanzminister Scott Bessent fordert Peking auf, Druck auf Teheran auszuüben, um die Wasserstraße wieder zu öffnen. Mit anderen Worten: Die einzige Supermacht der Welt bittet nun ihren strategischen Hauptrivalen darum, ein Problem zu lösen, das sie sich selbst eingebrockt hat. Der Politikwissenschaftler Dali Yang von der University of Chicago bringt es auf den Punkt: Trump befinde sich "in einer Position, an die er nicht gewöhnt ist".

Konzernchefs als Tribut

Dass Trump nicht weniger als 16 Konzernchefs im Schlepptau hat, sagt mehr über die wahren Machtverhältnisse aus als jede offizielle Erklärung. Tim Cook von Apple, Elon Musk von Tesla, Larry Fink von BlackRock, Stephen Schwarzman von Blackstone, Kelly Ortberg von Boeing – die Crème de la Crème der amerikanischen Wirtschaft pilgert mit nach Peking. Eine wandelnde Demonstration der wirtschaftlichen Verflechtung und Abhängigkeit, die Washington jahrzehntelang sehenden Auges hat entstehen lassen.

Bemerkenswert ist die Rückkehr Elon Musks in den inneren Kreis nach dem öffentlichkeitswirksamen Bruch mit Trump im Mai. Offenbar haben sich beide pragmatischen Geistern gemäß wieder angenähert – das Geschäft ruft eben lauter als der gekränkte Stolz. Nicht eingeladen wurde Nvidia-Chef Jensen Huang, dessen Konzern derzeit in einem bürokratischen Niemandsland zwischen Washington und Peking ausharren muss.

Taiwan: Die stillen Zugeständnisse vor dem Gipfel

Besonders besorgniserregend für jeden Beobachter der geopolitischen Lage sind die rhetorischen und praktischen Verschiebungen in der Taiwan-Frage. Schon im September lehnte das Weiße Haus ein Militärhilfepaket über 400 Millionen Dollar für Taipeh ab. Ein im Dezember angekündigtes Waffenpaket über elf Milliarden Dollar liegt nun auf Eis – Berichten zufolge auf dem Verhandlungstisch geopfert, noch bevor das eigentliche Tauziehen begonnen hat.

Trump habe sich öffentlich eine "dicke, fette Umarmung" von Xi gewünscht, heißt es. Beschränkungen für den Verkauf fortgeschrittener Halbleiter an China wurden gelockert, dem Pentagon wurde Berichten zufolge auferlegt, Verweise auf China als Bedrohung aus der Verteidigungsstrategie zu streichen. Wer hier noch von amerikanischer Stärke spricht, hat die Realität verkannt.

Handelskrieg ohne Sieger

Auch beim Handel zeichnet sich kein Durchbruch ab. Trotz Trumps zeitweise auf 145 Prozent hochgeschraubter Zölle erreichte Chinas Handelsüberschuss im vergangenen Jahr ein Rekordniveau von 1,2 Billionen Dollar – größter Abnehmer waren ausgerechnet die USA. Ein Sumokampf zum Unentschieden, wie der Politologe Yang treffend formulierte. Wahrscheinlich wird die Oktober-Vereinbarung verlängert, eingebettet in eine vage Erklärung, die beide Seiten zu Hause als Erfolg verkaufen können. Mehr Schein als Sein, also.

Die bittere Lehre für den Westen

Was sich in Peking abspielt, ist ein Lehrstück über die Verschiebung der globalen Machtverhältnisse. Die nationale Sicherheitsstrategie des Weißen Hauses bezeichnet China inzwischen offiziell als "near peer" – als nahezu ebenbürtigen Rivalen. Während die USA durch innen- und außenpolitische Krisen zerrieben werden, baut Peking systematisch seine Position aus.

Für Deutschland und Europa sollte dieses Schauspiel ein dringender Weckruf sein. Statt sich in ideologischen Grabenkämpfen über Genderfragen und Klimaneutralität zu verlieren, sollte sich unsere politische Führung wieder den harten Realitäten der Geopolitik stellen. Eine wirtschaftlich starke, technologisch souveräne und energiepolitisch eigenständige Nation – das wäre das Gebot der Stunde. Stattdessen schultert die schwarz-rote Bundesregierung unter Merz und Klingbeil ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das künftige Generationen mit Zinsen und Tilgungen belastet, ohne die strukturellen Probleme zu lösen.

Wer auf solidere Werte als auf Versprechen schwankender Politiker setzen möchte, dem bleibt der bewährte Klassiker: physisches Gold und Silber. Während die Diplomaten in Peking und Washington ihre Spielchen treiben und die Notenbanken weltweit weiter Geld drucken, behält das gelbe Edelmetall seinen Wert – seit Jahrtausenden und unabhängig davon, wer gerade im Weißen Haus oder im Reichstag das Sagen hat.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder und stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist aufgefordert, vor Anlageentscheidungen eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls qualifizierten Rat einzuholen. Eine Haftung für Vermögensentscheidungen auf Basis dieses Artikels wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen