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13.05.2026
09:32 Uhr

Brüsseler Doppelmoral: EU-Importe von russischem Flüssiggas auf Rekordhoch – Frankreich kauft am eifrigsten

Es ist eine dieser Geschichten, die das ganze Ausmaß europäischer Heuchelei in einem einzigen Datensatz offenbaren. Während Brüssel seit Jahren in salbungsvollen Sonntagsreden den Ausstieg aus russischen Energieimporten beschwört und sich moralisch über die Köpfe der Bürger erhebt, sieht die nüchterne Realität ganz anders aus: Die EU-Einfuhren von russischem Flüssigerdgas (LNG) haben im ersten Quartal 2026 einen neuen Höchststand seit Kriegsbeginn erreicht. Ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, satte 6,9 Milliarden Kubikmeter – so die Zahlen der US-amerikanischen Energie-Denkfabrik IEEFA.

Frankreich, Spanien, Belgien – die diskreten Großabnehmer

Wer nun denkt, irgendwelche kleinen osteuropäischen Mitgliedsstaaten würden hier still und heimlich russisches Gas einkaufen, der irrt gewaltig. Es sind ausgerechnet die ganz Großen, die mit erhobenem Zeigefinger auf alle anderen deuten: Frankreich, Spanien und Belgien. Paris hat sich dabei zum unangefochtenen Spitzenreiter gemausert. Im Januar erreichten die französischen Importe russischen Flüssiggases sogar einen neuen Rekordwert. Bemerkenswert: Während deutsche Politiker im Bundestag wortgewaltig über die Notwendigkeit der Sanktionen schwadronieren, lassen unsere westlichen Nachbarn den russischen Tankerverkehr fröhlich weiterlaufen.

Auch im April setzte sich der Trend ungebremst fort – erneut ein Plus von 17 Prozent im Jahresvergleich. Russland bleibt damit der zweitgrößte LNG-Lieferant der Europäischen Union. Das ist umso pikanter, als die EU-Kommission den vollständigen Ausstieg aus russischen Gaslieferungen bis 2027 in Aussicht gestellt hat. Schöne Versprechen, dürre Bilanzen.

Mehr Geld nach Moskau als an Kiew

Frank Umbach, einer der renommiertesten deutschen Experten für Energiesicherheit, brachte es mit beißender Schärfe auf den Punkt: Europa überweise weiterhin mehr Geld für fossile Energieimporte nach Russland, als es der Ukraine an finanzieller Hilfe zukommen lasse. Eine Aussage, die wie eine schallende Ohrfeige für jeden moralischen Anspruch der EU-Außenpolitik wirkt. Während man in Brüssel von „europäischer Werteordnung" schwadroniert, finanziert man die Kriegskasse desjenigen mit, den man offiziell als Aggressor brandmarkt. Diese Verlogenheit ist atemberaubend.

Aus der Abhängigkeit in die nächste Abhängigkeit

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist mindestens ebenso beunruhigend. Seit Kriegsbeginn und insbesondere seit der jüngsten Eskalation des Iran-Israel-Konflikts haben die europäischen Staaten ihre Einfuhren amerikanischen Flüssiggases massiv hochgefahren. Laut IEEFA sind die USA „auf dem besten Weg, bis 2026 zum wichtigsten Gaslieferanten des Kontinents zu werden". Bis 2028 könnten satte 80 Prozent der europäischen LNG-Importe aus den Vereinigten Staaten stammen. Im ersten Quartal lagen die USA bereits bei einem Gesamtgasanteil von 28 Prozent – nur knapp hinter Norwegen mit 31 Prozent. Russland folgt mit 14 Prozent.

Was als Diversifizierung verkauft wurde, entpuppt sich also als simpler Lieferantenwechsel. Statt von Putins Gnade hängt Europa nun zunehmend vom guten Willen Donald Trumps ab – der bekanntlich nicht zögert, Handelspartner mit Zöllen zu überziehen, sobald es ihm in den Kram passt. Die IEEFA-Energiespezialistin Ana Maria Jaller-Makarewicz fasst das Desaster treffend zusammen: LNG sei „zur Achillesferse der europäischen Energiesicherheitsstrategie geworden".

Deutschlands selbstverschuldetes Energiedebakel

Und Deutschland? Die Bundesrepublik, einst industrielle Lokomotive Europas, hat sich durch die ideologisch getriebene Energiepolitik der vergangenen Jahre selbst ins Abseits manövriert. Die Abschaltung funktionierender Kernkraftwerke, die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines, der überstürzte Ausstieg aus der Kohle – während Frankreich diskret weiter russisches Gas bezieht und seine Atomkraftwerke laufen lässt, zahlen deutsche Mittelständler die höchsten Energiepreise Europas. Die AfD-Bundestagsfraktion hat erst kürzlich gefordert, die Reaktivierung von Nord Stream zu prüfen – ein Vorschlag, der in der politischen Mitte Berlins reflexhaft abgekanzelt wird, der aber von immer mehr Bürgern als pragmatische Option betrachtet wird.

Die Frage, die sich aufdrängt: Warum darf Frankreich russisches LNG in Rekordmengen importieren, während deutsche Politiker jede Diskussion über bezahlbare Energie sofort moralisch ersticken? Warum gelten in Paris andere Maßstäbe als in Berlin? Die Antwort dürfte ernüchternd ausfallen: Weil in Frankreich nationale Interessen offenbar noch immer Vorrang haben vor moralischer Selbstgeißelung.

Was bedeutet das für den Vermögensschutz?

Diese Gemengelage – wachsende Abhängigkeiten, geopolitische Spannungen, eine erratische Energiepolitik und eine Inflation, die durch das 500-Milliarden-Schuldenpaket der Merz-Regierung weiter angeheizt werden dürfte – sollte jeden vernunftbegabten Sparer aufhorchen lassen. Wenn Staaten ihre Versprechen nicht halten, wenn Lieferketten an einem seidenen Faden hängen und wenn die Energiepreise zur tickenden Zeitbombe der europäischen Volkswirtschaften werden, dann gewinnen jene Vermögenswerte an Bedeutung, die seit Jahrtausenden ihren realen Wert bewahrt haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in solchen Phasen wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit stets als verlässlicher Anker erwiesen – als Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios eine sinnvolle Beimischung zur Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung sollte auf einer eigenständigen, sorgfältigen Recherche basieren. Für die wirtschaftlichen Folgen individueller Anlageentscheidungen übernehmen wir keine Haftung.

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